Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit
Perspektiven aufzeigen - kontinuierlich helfen - ins Arbeitsleben integrieren
Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss in NRW ist laut Institut der Deutschen Wirtschaft seit dem Jahr 2000 gestiegen. Die Zahl der Schüler ohne Abschluss stieg in NRW von 6,1% zur Jahrtausendwende auf 6,5% im Jahre 2007. Jährlich gibt es in Mönchengladbach zwischen 150 und 300 Frühabgänger, d.h. Schüler, die aus der 7., 8., 9. oder multinationalen Klasse ohne Abschluss die Schule verlassen. Ohne zusätzliche Qualifizierung hat diese Gruppe wenig Chancen, in den ersten Arbeitsmarkt integriert zu werden.
Das Angebot, das wir bisher haben, lebt davon, dass die Jugendlichen bei Problemen von sich aus auf die entsprechenden Anbieter zugehen, sich in der Vielfalt der Möglichkeiten orientieren und das Passende in Anspruch nehmen. Es ist auch immer wieder festzustellen, dass trotz der vielen Angebote und Maßnahmen viel zu viele Jugendliche keine realistischen Vorstellungen von der Arbeitswelt haben.
Hier setzt die Arbeit der Kontaktlehrer für Frühabgänger in den einzelnen Schulen an. Oberster Grundsatz ist: Kein Jugendlicher darf auf dem Weg ins Berufsleben durchs Raster fallen. Es gibt eine Fülle von Angeboten für arbeitslose Jugendliche. Viel sinnvoller ist es aber, dafür zu sorgen, dass Arbeitslosigkeit erst gar nicht entsteht. Dazu müssen Frühabgänger im letzten Schulbesuchsjahr, in der Übergangsphase von der Schule in die berufliche Orientierung, intensiv beobachtet, angeleitet, gecoacht und persönlich begleitet werden.
Den Jugendlichen sollen Wege gezeigt werden, die ins Berufsleben führen. Im letzten Schulbesuchsjahr ist ein intensiver Kontakt zu Einrichtungen, die berufsvorbereitende Maßnahmen anbieten, Beratungsstellen und Betrieben herzustellen. Nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Maßnahmen und Praktika und erfolglose, von unrealistischen Berufsbildern geprägte berufliche Orientierungsphasen müssen durch intensivere Kooperation zwischen allen Beteiligten zielführender gemanagt werden. Berufliche Vorbereitungs- und Qualifizierungsmaßnahmen - auch schon im letzten Schulbesuchsjahr - sollen durchgängiger als bisher mit betrieblicher Praxis verknüpft werden.
Sich um die benachteiligten Jugendlichen zu kümmern, die keinen Hauptschulabschluss erreichen, ihnen eine Perspektive aufzeigen und ihnen kontinuierlich zu helfen, bis sie ins Arbeitsleben integriert sind, das ist die Aufgabe der Kontaktlehrer für Frühabgänger an den einzelnen Schulen. Sie sollen den Jugendlichen zeigen, dass es in Mönchengladbach viele Möglichkeiten gibt, durch Lehrgänge, Maßnahmen oder schulische Weiterbildung in Ausbildung oder Arbeit zu kommen.
Als Hilfestellung für diese Beratungstätigkeit sind die Möglichkeiten für Mönchengladbach hier auf dieser Internetseite zusammengestellt. Um flexibel und schnell auf Änderungen reagieren zu können, haben wir diese Möglichkeit gewählt. Neue Maßnahmen werden jeweils umgehend veröffentlicht.
Manfred Drehsen